|
|
Es hat über zehn Jahre gedauert, bis ich einen Weg finden konnte, wie ich allen Menschen jene Geschichte erzählen kann, die durch ihre Kraft einst meine Träume und mein Leben bestimmt hat. Die Geschichte von Sirya, dem jungen Elfen, der vom Schicksal in eine ihm fremde Welt hinausgeworfen wird, um dort das Überleben zu lernen. Doch die bösen Mächte heften sich an seine Fersen, um ihn zu vernichten, bevor er die Wahrheit über sein Dasein erfährt. Diese Geschichte begann als Versuch und entwickelte
sich innerhalb weniger Wochen zum Wichtigsten in meinem Leben, dem ich
nur noch hilflos hinterherschreiben konnte. Und als ich nach vier Büchern
endlich fertig war, musste ich erst lernen, ohne sie weiterzuleben. Es
ist mir immer und immer wieder passiert, dass ich mich in Situationen
hineingeschrieben habe, die mich zu grundsätzlichen Überlegungen gezwungen
haben, die sich mir ohne diese Geschichte niemals aufgedrängt hätten.
Ich möchte behaupten, dass ich dadurch einige Dinge begriffen habe, die
mir sonst wohl heute noch nicht klar wären und die noch einer ziemlichen
Menge Menschen auf dieser Welt nicht klar sind. |
![]() NZZ Folio Nr. 10, Oktober 2002 Ausschnitt Artikel "Startrampe für Dichter" Interview BoD Aktuell 3/2002 |